Teddy am 23.12.2015

Grundschule/Kita/Katechese

Dauer der reinen Beschäftigung mit der Geschichte: ca. 30 Minuten

Aufbau:
Wiederholen lassen, was geschehen ist. Jetzt kommt Weihnachten. Was meint ihr, was jetzt passiert?
(Mögliche Ideen der Kinder: Lukas bekommt ein neues Stofftier, das alte ist geflickt, er bekommt anstelle des Teddys ein echtes Haustier.)

Den letzten Teil der Geschichte erzählen oder vorlesen:
Die positive Wendung von den Kindern noch mal wiederholen lassen.
Eine mögliche Frage könnte sein: Warum strahlt die Welt jetzt für Lukas wieder?
An dieser Stelle auf Heiligabend und Weihnachten überleiten und fragen, worauf sich die Kinder freuen.

Hinweis:
Sollten die Kinder selbst darauf aufmerksam machen, dass die Eltern nicht die Wahrheit gesagt haben, als sie behaupteten, sie hätten Teddy nicht gesehen, dann muss unbedingt darüber gesprochen werden.
Den Kindern soll verdeutlicht werden, dass es nicht in Ordnung ist, die Unwahrheit zu sagen, auch wenn man es noch so gut meint.

Eine mögliche Frage ist:
Was hätten die Eltern anders machen können, damit Lukas nicht so traurig wird?
Lösung anbieten:
Das Beste wäre gewesen, Lukas mit zum Puppendoktor zu nehmen und an der Veränderung teilhaben zu lassen.

Weitere Frage an die Kinder:
Hätten die Eltern in ihren Plan, Teddy reparieren zu lassen, einbezogen, wie hätte Lukas die Adventszeit dann erlebt? Wäre er auch traurig gewesen?
Mögliche Antworten: Ein bisschen wahrscheinlich, weil Teddy ja nicht da war. Aber er hätte sich auch auf ihn und Weihnachten freuen können.

Idee:
Beschenken Sie die Kinder mit einem Teddy aus Pappe oder lassen Sie ihn basteln.
Wir haben für Sie den reparierten Teddy als Bastelvorlage. Sie können auch den Flickenteddy vom 9.12. ausschneiden (lassen) und ebenfalls verschenken.
Die Vorlage der Teddys einfach ausschneiden, auf eine Pappe kleben und als Lesezeichen, Baumanhänger oder Untersetzer nutzen.

Katechetischer Bezug für Kinder ab sieben Jahren:
Evangelien-Bezug, Lukas 2, 1-20 (Weihnachtsevangelium nach Lukas)

Aufbau:
Lukas 2, 1. Unser Tipp: Erzählen Sie das Evangelium kindgerecht, anstatt es vorzulesen.
In jenen Tagen erließ Kaiser Augustus den Befehl, alle Bewohner des Reiches in Steuerlisten einzutragen. 2 Dies geschah zum ersten Mal; damals war Quirinius Statthalter von Syrien. 3 Da ging jeder in seine Stadt, um sich eintragen zu lassen. 4 So zog auch Josef von der Stadt Nazaret in Galiläa hinauf nach Judäa in die Stadt Davids, die Betlehem heißt; denn er war aus dem Haus und Geschlecht Davids. 5 Er wollte sich eintragen lassen mit Maria, seiner Verlobten, die ein Kind erwartete. 6 Als sie dort waren, kam für Maria die Zeit ihrer Niederkunft, 7 und sie gebar ihren Sohn, den Erstgeborenen. Sie wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe, weil in der Herberge kein Platz für sie war. 8 In jener Gegend lagerten Hirten auf freiem Feld und hielten Nachtwache bei ihrer Herde. 9 Da trat der Engel des Herrn zu ihnen und der Glanz des Herrn umstrahlte sie. Sie fürchteten sich sehr, 10 der Engel aber sagte zu ihnen: Fürchtet euch nicht, denn ich verkünde euch eine große Freude, die dem ganzen Volk zuteilwerden soll: 11 Heute ist euch in der Stadt Davids der Retter geboren; er ist der Messias, der Herr. 12 Und das soll euch als Zeichen dienen: Ihr werdet ein Kind finden, das, in Windeln gewickelt, in einer Krippe liegt. 13 Und plötzlich war bei dem Engel ein großes himmlisches Heer, das Gott lobte und sprach: 14 Verherrlicht ist Gott in der Höhe / und auf Erden ist Friede / bei den Menschen seiner Gnade. 15 Als die Engel sie verlassen hatten und in den Himmel zurückgekehrt waren, sagten die Hirten zueinander: Kommt, wir gehen nach Betlehem, um das Ereignis zu sehen, das uns der Herr verkünden ließ. 16 So eilten sie hin und fanden Maria und Josef und das Kind, das in der Krippe lag. 17 Als sie es sahen, erzählten sie, was ihnen über dieses Kind gesagt worden war. 18 Und alle, die es hörten, staunten über die Worte der Hirten. 19 Maria aber bewahrte alles, was geschehen war, in ihrem Herzen und dachte darüber nach. 20 Die Hirten kehrten zurück, rühmten Gott und priesen ihn für das, was sie gehört und gesehen hatten; denn alles war so gewesen, wie es ihnen gesagt worden war.

Hintergrund:
Das größte Geschenk Gottes an die Menschen ist die Geburt seines Sohnes. Es ist die Sternstunde der Christenheit. Mit diesem Geschenk ist Liebe verbunden – Gottes Liebe zu den Menschen.
Das größte Geschenk und der größte Liebesbeweis, den seine Eltern Lukas machen konnten, ist es, ihm seinen liebsten Freund wiederzugeben. Natürlich ist das Stofftier nicht mit Christus vergleichbar, aber das Gefühl der übermäßigen Freude kann den Kindern an diesem Beispiel für sie nachvollziehbar nahe gebracht werden. Der Teddy ist reale und begreifbare Liebe und Freude für Lukas und für die Kinder.

Durch den Bezug zur Geschichte kann das für Kinder nachvollziehbar gemacht werden:
Mögliche Fragen an die Kinder:
Warum hatte Lukas nun sein Weihnachten? Was meint der Erzähler denn mit diesem Satz?
Mögliche Antworten: Er hatte seinen besten Freund wieder; Lukas ist wieder fröhlich und nicht mehr traurig; endlich kann er jemandem wieder alles erzählen; Teddy ist für Lukas der wichtigste Freund, den er lieb hat.

Erläuterung liefern, in den Worten, die zu der Lerngruppe passen.
Inhalt der Erläuterung:
Für Lukas wird nun Weihnachten, weil der Teddy für ihn der Repräsentant von Liebe, Nähe und Geborgenheit ist. Das ist auch das, was wir in der Geburt Jesu sehen – mit ihm ist jemand auf die Welt gekommen, der uns Liebe, Nähe und Geborgenheit in einer rauen und kalten und schmerzhaften Welt gibt.

Tipp:
Das ist eine Sternstunde für Lukas. Die Erläuterung zeigt, was eine wahre Sternstunde ist.

Idee von oben hier am Ende der Religionsunterrichts-Stunde bzw. der Katechese-Stunde:
Beschenken Sie die Kinder mit einem Teddy aus Pappe oder lassen Sie ihn basteln (s. o.).

Teddy zum Ausschneiden:

Lesezeichen

Lesezeichen.jpg

Christbaumschmuck

Christbaumschmuck.jpg

Für die didaktische Aufbereitung insgesamt:
Beate Schneiderwind (Redaktionsleitung), Beate Delseith (Einrichtungsleiterin der Katholischen Kindertageseinrichtung Herz-Jesu, Gelsenkirchen, EAK-Redaktion), Klaus Mattelé (Gymnasiallehrer, EAK-Redaktion), Elke Schneiderwind (Grundschullehrerin), Georg Schneiderwind (Gesamtschullehrer, Theologe)

Illustration:
Karin Cordes (Grafik-Designerin, EAK-Redaktion)

 

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